Porto Reiseführer

Einen Porto Reiseführer in der Tasche und die Stadt liegt einem zu Füßen. Porto ist eine liebliche Stadt an der portugiesischen Atlantikküste, verträumter als die Hauptstadt Lissabon und farbenfroher als die Universitätsstadt Coimbra. Natürlich könnte man auf gut Glück loslaufen und die Stadt erkunden, doch es wäre schade um die vielen versteckten Winkel und die kleinen Geheimnisse der Stadt, die man sich wahrscheinlich entgehen lässt. Mit einem Porto Reiseführer sind Sie bestens ausgerüstet, Sie können sich schon im Vorfeld der Reise mit den Sehenswürdigkeiten vertraut machen und Ihren Aufenthalt planen. In jedem Porto Reiseführer finden Sie Anregungen für eine kurze Stadtreise und genauso für einen längeren Urlaub.

Porto ist für zweierlei international bekannt, nämlich für seine Brücken über den Fluss Duero (port. Douro) und den hier gekelterten Rotwein. Die sechs Brücken über den Duero und der süße Rotwein sind in der hügeligen Stadt genauso allgegenwärtig wie gekachelte Fassaden, Kopfsteinpflaster in engen Gassen oder barocke Bauwerke. Jeder Porto Reiseführer wird Sie darauf aufmerksam machen, dass die Altstadt am nördlichen Ufer des Flusses Duero seit 1996 auf der UNESCO-Liste der schützenswerten Kulturgüter steht.

Die beste Reisezeit

Alle Porto Reiseführer sind sich einig, dass die beste Reisezeit im April beginnt und bis etwa September dauert. Schon Anfang Juni beginnen die Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Johannes (São João), die ihren Höhepunkt am 23. Juni erreichen. Die ausgelassen tanzende Menge am Ufer des Duero und das Feuerwerk in der Johannisnacht sind ein Erlebnis und eine Reise wert. Die Hauptreisemonate sind Juli und August, in dieser Zeit sind traditionell die geringsten Niederschläge zu erwarten, Sie können mit Temperaturen von um die 25 Grad rechnen. In den letzten Jahren haben sich Sommer und Herbst verlängert, bis Ende November war es ungewöhnlich warm und sonnig, die Niederschläge sind ausgeblieben. Die Herbstmonate sind ideal für eine Städtereise, besonders wenn sich der Klimatrend der letzten Jahre fortsetzt. Einige Porto Reiseführer erwähnen, dass auch Dezember und Januar ihren besonderen Reiz haben. Tagsüber wird nur selten die 15 Grad Marke erreicht und vom Atlantik her legen sich Wolken und Nebel über die Stadt. Der Touristenstrom ist nicht unterbrochen, aber er plätschert nur mehr vor sich hin. Das ist eine Zeit, in der man Porto von einer ganz anderen Seite her kennenlernen kann. Da die meisten Gebäude keine gute Isolierung haben, sollten Sie bei der Hotelbuchung darauf achten, dass eine Heizung vorhanden ist. Im Winter kann es in der Nach kalt werden, die Grenze nach unten sind null Grad.

Unterwegs in Porto

In einem guten Porto Reiseführer findet man ein Kapitel zum öffentlichen Verkehr und wie man sich am besten in der Stadt bewegt. Porto ist nicht groß, vom zentralen Platz, den die Avenida dos Aliados bildet, bis zum Botanischen Garten sind es gerade einmal drei Kilometer. Das Zentrum ist fußläufig und alle Sehenswürdigkeiten sind im Prinzip leicht erreichbar. Im Prinzip, denn die Hügel der Stadt können einem zu schaffen machen – im Laufe eines Tages läuft man eine beträchtliche Anzahl an Höhenmetern hinauf und wieder hinab. Die beste Alternative ist es, Strecken zumindest teilweise mit der U-Bahn zurückzulegen. In Ihrem Porto Reiseführer ist ein Netzplan abgedruckt, damit behalten Sie die U-Bahn-Verbindungen besser im Blick als mit den ausgehängten Netzplänen. Der Flughafen ist ans U-Bahn-Netz angeschlossen, Haltestelle Aeroporto, und auch wenn Sie nach Matosinhos müssen, wo viele günstige Hotels liegen, empfiehlt sich die U-Bahn. Die öffentlichen Verkehrsbetriebe STCP (Sociedade de Transportes Colectivos do Porto) unterhalten zudem ein ausgedehntes Busnetz sowie drei Straßenbahnlinien. Die Straßenbahnlinie 1 verläuft entlang des Flusses Duero und ist für sich genommen eine Attraktion, es werden noch Triebwagen aus den 1940er Jahren verwendet. Fahren Sie mit der Straßenbahn vom Börsenpalast, Haltestelle Infante, bis zum Park Passeio Alegre. Die etwa fünf Kilometer lange Trasse verläuft direkt neben dem Fluss, tagsüber verkehrt die Straßenbahn im halbstündigen Intervall.

Porto, Portwein und die Portugiesen

Nicht alles, was als typisch Portugiesisch gilt, trifft auf jeden zu, den Sie auf der Straße treffen. Ein Porto Reiseführer hebt naturgemäß das Ungewöhnliche hervor, im Großen und Ganzen sind die Portugiesen aber so wie alle Westeuropäer. Die Bewohner Portos trinken nicht den ganzen Tag Portwein und hören nicht die ganze Nacht über Fado. Während Ihres Aufenthalts sollten Sie das Ungewöhnliche suchen.
Die Trauben des Portweins wachsen auf den Hängen des Duero-Tals, bis nach Mitteleuropa kommt geplant in der Regel nur die dunkelrote, süße Variante. In einem typischen Weinlokal in Porto finden Sie eine überwältigende Auswahl an Portweinen in vielen Geschmacksrichtungen. Portwein wird als Rotwein, Rosé und Weißwein hergestellt, der Geschmack von in der Flasche gereiften Weinen ist anders als der Geschmack von im Fass gereiften Weinen. Auch die Reifungsdauer übt einen Einfluss aus, das beginnt bei trinkfertig abgefüllten Weinen und endet bei Weinen, die ihren Charakter erst nach Jahrzehnten im Fass bzw. in der Flasche entwickeln.
Jeder gute Porto Reiseführer enthält Informationen zur Geschichte des Fados, ein Musikstil, der als Ausdruck der portugiesischen Seele gilt. Ein Sänger oder eine Sängerin trägt begleitet von einer Gitarre Lieder über unglückliche Liebe oder bessere Zeiten vor. In Ihrem Porto Reiseführer finden Sie eine Liste an Lokalen, in denen Sie Portwein verkosten können, sowie Empfehlungen zu traditionellen Fado-Lokalen. In Porto wird mit dem Coimbra-Fado auch eine Variante dieses traurigen Musikstils gepflegt, der seinen Ursprung in Studentenliedern hat und ausschließlich von Männern gesungen wird.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Wenn Sie nur ein paar Tage in Porto verbringen, sollten Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren, die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten können Sie während eines eintägigen Spazierganges erkunden. Die Autoren der Porto Reiseführer sind sich einig, dass die Kathedrale, der Börsenpalast und das Viertel mit den Weinkellereien am linken Flussufer gewissermaßen zum Pflichtprogramm gehören. Im Folgenden finden Sie eine Reihung, die die Empfehlungen der verschiedenen Porto Reiseführer berücksichtigt.

  • Die Kathedrale von Porto (Sé do Porto) liegt auf dem Hügel Pena Ventos in der Altstadt, zwischen dem Bahnhof Porto São Bento und dem Fluss Duero. Das Bauwerk stammt aus dem 12. Jahrhundert, es wurde in romanischem Stil erbaut. An der schmucklosen Fassade und den zwei mächtigen Türmen sieht man bis heute, dass die Kathedrale ursprünglich eine Wehrkirche war. Ihrem Porto Reiseführer können Sie entnehmen, dass das Innere der Kirche mehrfach umgestaltet wurde. Der Kreuzgang wurde im 14. Jahrhundert in gotischem Stil errichtet und mit Fliesen geschmückt. Die Orgel ist ein Werk des zeitgenössischen, deutschen Orgelbauers Georg Jann.
  • Von der Kathedrale können Sie zu Fuß auf das andere Flussufer wechseln und gehen dabei über die Ponte Dom Luís I, einer der Brücken über den Duero. Die Fachwerk-Bogenbrücke aus Metall wurde 1886 eröffnet, sie verbindet die beiden Flussufer auf zwei Etagen, und zwar 10 Meter und 60 Meter über dem Fluss. Die Ponte Dom Luís I ist die zweitälteste Brücke Portos, sie wurde von einem ehemaligen Partner Gustave Eiffels erbaut. Die älteste Bücke in der Stadt stammt noch vom Unternehmen Gustave Eiffels, es handelt sich dabei um die um neun Jahre ältere, flussaufwärts liegende Eisenbahnbrücke Ponte Maria Pia.
  • Das linke Flussufer heißt Cais de Gaia, an der Uferpromenade liegen zahlreiche Bars, Restaurants und eben Weinkellereien, in denen Sie Portwein verkosten können. Ein Porto Reiseführer bietet aktuelle Informationen zu den Weinlokalen und Empfehlungen. Von hier aus hat man eine herrliche Sicht auf die Altstadt und das rechte Flussufer, das Ribeira genannte Stadtviertel. Wählen Sie für den Rückweg die andere Ebene der Ponte Dom Luís I.
  • Der 1844 errichtete Börsenpalast (Palácio da Bolsa) liegt in der Altstadt, er ist ein monumentales Bauwerk im klassizistischen Stil. Die Idee war, dass das prunkvolle Bauwerk Investoren aus ganz Europa anlocken sollte. Sie sollten jedenfalls an einer Führung durch den Palácio da Bolsa teilnehmen, der Maurische Saal ist eine Perle Portos, er wurde zwischen 1860 und 1879 nach dem Vorbild der Räume in der Alhambra in Granada gestaltet. Während die Räume in der Alhambra durch den Lauf der Zeit in Mitleidenschaft gezogen wurden, erstrahlt der Salão Árabe in vollem Glanz. Heute ist der Börsenpalast ein Konferenzzentrum und er beherbergt ein Restaurant.
  • Unmittelbar neben dem Börsenpalast steht die Kirche São Francisco. Ohne einen Porto Reiseführer würde man nicht vermuten, dass sich hinter dem schlichten gotischen Portal ein barockes Inneres befindet, das nahezu verschwenderisch mit Gold und Schnitzereien dekoriert ist. Das Gebäude wurde Ende des 14. Jahrhunderts und Anfang des 15. Jahrhunderts von den Franziskanern errichtet. Das Innere der Kirche enthält Elemente von Barock bis Rokoko, mehrere Künstler arbeiteten im 17. und 18. Jahrhundert an der üppigen Dekoration der Kirche.
  • Die Clérigos-Kirche liegt etwa einen Kilometer oder zwei U-Bahn-Haltestellen in Richtung Norden auf einem Hügel. Die barocke Kirche ist vor allem wegen ihres Glockenturms interessant, Kirche und Glockenturm wurden im 18. Jahrhundert erbaut. Der Torre dos Clérigos ist mit 76 Metern Höhe der höchste Kirchturm des Landes und Wahrzeichen der Stadt Porto. Im Porto Reiseführer können Sie nachlesen, dass Sie die Aussichtsterrasse nach sechs Stockwerken und insgesamt 225 Stufen erreichen. Aufgrund der Lage der Kirche auf einem Hügel und der Höhe des Turms hat man eine schöne Aussicht über die Stadt, man sieht weit über den Duero hinaus nach Süden und den Atlantik im Westen.
  • Ebenfalls am Lissabon-Platz (Praça de Lisboa) befindet sich die Buchhandlung Livraria Lello. Auch wenn Sie kein Portugiesisch können oder bereits einen Porto Reiseführer besitzen, lohnt sich ein Besuch, denn es ist eine der schönsten Buchhandlungen Europas. Die schmale neogotische Fassade hebt sich von den benachbarten Gebäuden ab und gibt einen Vorgeschmack auf einen reichhaltig dekorierten Innenraum. Die Buchhandlung im Jugendstil besteht seit 1869 an dieser Adresse. Im Inneren geht man über eine geschwungene Holztreppe nach oben, wo sich eine Bar befindet.
  • Ein Besuch des Parks Jardins do Palácio de Cristal – wörtlich: Gärten des Glaspalasts – wird ebenso in jedem Porto Reiseführer empfohlen. Der kleine Park ist eine grüne Oase in der Stadt, er entstand in der romantischen Epoche der Landschaftsarchitektur am Ende des 19. Jahrhunderts. Im Park sieht man die für die Region typischen Bäume und Sträucher, wie Rhododendren, Kamelien, Araukarien, Ginkgos und mediterrane Kräuter. Der ebenfalls aus dieser Zeit stammende Glaspalast wurde nach dem Vorbild des Londoner Crystal Palace im Hyde Park konstruiert und wie dieser für eine Weltausstellung. Der Palácio de Cristal wurde 1951 abgerissen, heute steht an seiner Stelle die Sporthalle Pavilhão Rosa Mota.

Mehr Zeit für Porto

Wenn Sie über mehr Zeit verfügen, dann ist der beste Rat erstaunlicherweise nicht, dass Sie der Liste noch weitere Sehenswürdigkeiten hinzufügen, sondern, dass Sie sich mehr Zeit lassen. Es gibt zwei Ausnahmen von dieser Regel. Wenn Sie mit der Straßenbahn bis zum Park Passeio Alegre gefahren sind, ist es nicht mehr weit bis zum Leuchtturm Farol das Felgueiras. Von der Mole aus sehen Sie die Mündung des Duero in den Atlantik und den Leuchtturm Farol do Pontão am gegenüberliegenden Ufer. Bei stürmischem Wetter sieht man, wie sich die Wellen spektakulär an der Mole brechen. Bei Schönwetter sollten Sie ihren Besuch so planen, dass Sie bei Sonnenuntergang hier sind. Blättern Sie durch Ihren Porto Reiseführer und achten Sie darauf, was Ihre Aufmerksamkeit erregt – genau das sollten sie in Ihr Besuchsprogramm aufnehmen. Nehmen Sie einen nützlichen Porto Reiseführer mit auf die Reise, entweder im klassischen Format als gebundenen Buch oder als E-Book.